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Rosafarben schimmernde Blasen und Lichtpartikel vor dunklem Hintergrund.

Deine Kunden fragen zuerst ChatGPT, dann Google. Und jetzt?

Stell dir vor, eine Familie überlegt, ob sie eine Berufsunfähigkeitsversicherung braucht. Früher hätte sie gegoogelt, zehn Tabs geöffnet und sich durch Ratgeberseiten geklickt. Heute tippt sie die Frage oft zuerst in ChatGPT. “Brauche ich als Selbstständige eine BU, und worauf muss ich achten?”. Die Antwort kommt in Sekunden. Ausformuliert, sortiert, ohne Werbebanner.

Erst danach – wenn überhaupt – geht es zu Google. Um zu prüfen, ob das stimmt. Um einen Anbieter zu finden. Oder um einen Makler in der Nähe zu suchen. Und genau an dieser Stelle verändert sich etwas Grundlegendes, was deine Website direkter betrifft, als es auf den ersten Blick aussieht.

Customer Journey bekommt eine neue erste Station

Das Kölner Institut Heute und Morgen hat für seine Studie “Von Google zu generativer KI” 1.500 Menschen zwischen 18 und 70 Jahren befragt, die Ergebnisse wurden im Juli 2026 veröffentlicht. Knapp 70 Prozent haben bereits Erfahrung mit KI-Chatbots, rund ein Drittel nutzt sie regelmäßig.

Für dich besonders interessant: Versicherungen gehören mit 23 Prozent zu den wichtigsten Themen, zu denen Menschen eine KI befragen. Nur Reisen liegen davor. Und von den KI-Nutzern, die Chatbots in ihrer Customer Journey einsetzen, beginnen rund 43 Prozent genau dort. Nicht bei Google. Nicht beim Vergleichsportal. Bei der KI.

Erst orientieren, dann prüfen

Das heißt nicht, dass Google oder Vergleichsportale bedeutungslos werden. Vergleichsportale sind laut derselben Studie mit 51 Prozent weiterhin der meistgenutzte Kanal in konkreten Versicherungs-Journeys. Was sich ändert, ist die Reihenfolge. Die KI übernimmt die erste Orientierung: Was brauche ich überhaupt? Worauf kommt es an? Welche Begriffe muss ich kennen? Danach wird geprüft, bei Google, auf Anbieterseiten, im persönlichen Gespräch.

Man kann es mit einem Hausbau vergleichen. Die KI ist der erste Gesprächspartner, der dir erklärt, welche Gewerke du brauchst. Den Handwerker suchst du dir danach trotzdem selbst aus. Aber du suchst ihn mit einer Vorstellung im Kopf, die schon jemand anderes geprägt hat.

Die Studie zeigt auch: 90 Prozent der Chatbot-Nutzer können sich vorstellen, der KI Verständnisfragen zu stellen oder Tarife suchen zu lassen. Die Erwartung ist klar. Keine Trefferlisten mehr, sondern direkte Antworten.

Was GEO eigentlich ist

Hier kommt GEO ins Spiel. Die Abkürzung steht für Generative Engine Optimization. Gemeint ist alles, was dazu beiträgt, dass KI-Systeme wie ChatGPT, Gemini oder Microsoft Copilot dich kennen, richtig einordnen und in ihren Antworten erwähnen. SEO sorgt dafür, dass du in der klassischen Trefferliste gefunden wirst. GEO sorgt dafür, dass du in der Antwort vorkommst, die vor der Trefferliste gelesen wird.

Beides gehört zusammen. GEO ersetzt SEO nicht, es baut darauf auf. Eine Website, die technisch sauber ist und klare Inhalte hat, ist auch für KI-Systeme leichter zu lesen. Wie sich SEO insgesamt gerade verändert, haben wir in einem eigenen Artikel beschrieben.

Was das für deine Makler-Website heißt

Viele Makler-Websites sind wie eine Visitenkarte gebaut. Leistungen, Kontakt, ein Foto vom Team. Das ist nicht falsch. Für eine KI ist es nur wenig Material. Eine KI sucht Antworten auf Fragen. Wenn deine Website keine Fragen beantwortet, gibt es wenig, was sie aufgreifen könnte. Dazu kommt: Bekannte Marken haben laut Heute und Morgen einen Vorteil, sind aber nicht automatisch sichtbar. Das ist die gute Nachricht für dich. Größe allein entscheidet nicht. Klarheit, Fachwissen und eine erkennbare Ausrichtung zählen mit.

Die Frage ist also nicht, ob du ein großes Budget hast. Die Frage ist, ob eine KI nach dem Lesen deiner Website erklären könnte, wofür du stehst.

Die ersten Schritte, ganz ohne Aktionismus

Du musst nicht morgen alles umbauen. Aber du kannst anfangen, die richtigen Grundlagen zu legen.

  • Klarheit über dein Profil schaffen: Für wen arbeitest du? Für welche Themen bist du die richtige Adresse? Das sollte auf deiner Startseite in einem Satz stehen.
  • Echte Kundenfragen beantworten: Sammle die Fragen, die du im Beratungsalltag immer wieder hörst, und beantworte sie verständlich auf deiner Website. Gern auch als FAQ.
  • Struktur prüfen: Klare Überschriften, kurze Absätze, saubere Technik. Was für Menschen gut lesbar ist, ist es meist auch für Maschinen.
  • Zeigen, wer dahintersteht: Name, Qualifikation, Erfahrung. Eine Seite „Über mich“ mit Substanz ist mehr als Dekoration.
  • Einfach mal nachfragen: Stell ChatGPT eine Frage, wie deine Kunden sie stellen würden. Und schau, wer genannt wird.

Warum jetzt der richtige Zeitpunkt ist

Man könnte sagen: Das hat noch Zeit. Viele Kunden kommen ja weiterhin über Empfehlung. Und das stimmt. Aber auch empfohlene Kunden prüfen heute nach. Und immer öfter fragen sie dafür eine KI. Wer dort nicht auftaucht, verliert nicht sofort Kunden. Er verliert nach und nach Gelegenheiten, überhaupt in Betracht gezogen zu werden.

GEO ist kein Trend, auf den man aufspringen muss. Es ist die logische Folge davon, wie Menschen heute suchen.

Deine Kunden haben ihre Gewohnheiten verändert. Viele fragen zuerst eine KI und prüfen dann bei Google. Für Makler heißt das: Sichtbarkeit beginnt früher als bisher.

GEO ist der Weg, in dieser ersten Phase vorzukommen. Nicht mit Tricks, sondern mit einer Website, die Fragen beantwortet, ein klares Profil zeigt und Vertrauen aufbaut.

Lust, das Thema jetzt richtig anzugehen?

Ein Artikel kann Dir Impulse geben. Die richtige Lösung entsteht aber erst, wenn Deine Situation individuell betrachtet wird. Lass uns gemeinsam herausfinden, was für Dich wirklich sinnvoll ist und welche nächsten Schritte Dich weiterbringen.

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